Gefälschte SBB-Websites: Vorsicht vor vermeintlichen Schnäppchen-Billetten

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kriminelle kopieren den Internetauftritt der SBB und bieten auf gefälschten Websites vermeintlich günstige Billette an.
  • Die Fake-Seiten wirken täuschend echt und verwenden teilweise plausible Fahrplan- und Verbindungsdaten.
  • Beim angeblichen Kauf versuchen die Täter, Kreditkarten- oder TWINT-Daten abzugreifen.

Ein günstiges SBB-Billett ist verlockend. Doch hinter besonders attraktiven Angeboten können Kriminelle stecken. Aktuell kursieren täuschend echt gestaltete Phishing-Websites, die den Internetauftritt der SBB nahezu vollständig kopieren. Wer dort ein vermeintliches Billett kauft, übermittelt seine Kreditkarten- oder TWINT-Daten direkt an die Betrüger.

So funktioniert die Betrugsmasche

Die Opfer gelangen beispielsweise über Suchmaschinen, Werbeanzeigen oder Links in Nachrichten auf eine gefälschte SBB-Website. Auf den ersten Blick ist der Betrug kaum zu erkennen: Design, Navigation und Funktionen orientieren sich stark am Original.

Auch die angebotenen Verbindungen wirken plausibel: Abfahrtszeiten, Gleisangaben und Strecken entsprechen teilweise den Informationen aus dem offiziellen Fahrplan. Sogar die Wahl zwischen erster und zweiter Klasse wird angeboten. Ein entscheidendes Warnsignal ist jedoch der Preis: Die Billette werden teilweise deutlich günstiger angeboten als bei der SBB.

Wer ein Billett kaufen möchte, wird schliesslich auf eine betrügerische Zahlungsseite weitergeleitet. Dort fragen die Täter Kreditkartendaten inklusive Ablaufdatum und Sicherheitscode ab. Teilweise werden auch TWINT-Daten verlangt.

Mit den erbeuteten Informationen können die Kriminellen anschliessend missbräuchliche Zahlungen auslösen oder die Daten für weitere Betrugsversuche verwenden.

Besonders tückisch: Phishing-Seiten können heute so professionell gestaltet sein, dass sie sich optisch kaum vom Original unterscheiden. Deshalb sollte nicht allein das Erscheinungsbild einer Website darüber entscheiden, ob ihr vertraut werden kann.

«Eine professionell gestaltete Website ist heute kein Beweis mehr für Seriosität. Betrüger können bekannte Online-Auftritte nahezu perfekt nachahmen. Prüfen Sie deshalb besonders vor einer Zahlung, ob Sie sich tatsächlich auf der offiziellen Website befinden.»

 

Martin Tschirky, Sicherheitsbeauftragter, Bank BSU

So schützen Sie sich wirksam:

  • Kaufen Sie SBB-Billette über die offizielle SBB-App oder indem Sie die Internetadresse direkt im Browser eingeben.
  • Prüfen Sie insbesondere vor einer Zahlung die vollständige Internetadresse, und verlassen Sie sich nicht allein auf das Erscheinungsbild der Website.
  • Seien Sie skeptisch bei ungewöhnlich günstigen Angeboten, und folgen Sie keinen unbekannten Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten.
  • Geben Sie bei Zweifeln keine persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen ein. Haben Sie bereits Daten preisgegeben, kontaktieren Sie uns umgehend, und lassen Sie betroffene Karten sperren.

Fazit: Ein ungewöhnlich günstiges Angebot kann ein erstes Warnsignal sein, auch bei vermeintlich bekannten und vertrauenswürdigen Anbietern. Entscheidend ist, über welchen Weg Sie auf eine Website gelangt sind. Gerade bei Zahlungen lohnt es sich, die Internetadresse genau zu prüfen und offizielle Apps oder direkt eingegebene Webadressen zu verwenden.

Quelle: Hochschule Luzern − Informatik

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